Le Monde – Schiefergasdebatte nicht begraben

06 August 2012
Mit Blick auf die Diskussion über eine heimische Schiefergasförderung hat die französische Tageszeitung „Le Monde“ alle Beteiligten aufgefordert, die Debatte nicht „zu begraben“. Im Gegenteil: Im Zusammenhang mit anstehenden Gesprächen über die französische Energiewende müsse das Thema offen diskutiert werden.

Die Autoren heben sowohl im Leitartikel als auch in einer Sonderbeilage die „Energie-Revolution“ hervor, die durch die Förderung von unkonventionellem Erdgas in den USA eingesetzt habe. Als Ergebnis hätten die USA als einer der weltweit größten Erdgasproduzenten ihre Abhängigkeit von Ölimporten verringern und die Energiepreise senken können. Dies habe wiederum zu einer Verbesserung ihrer Handelsbilanz und Wettbewerbsfähigkeit geführt.

Ein Redakteur der Zeitung berichtet von Treffen mit Bürgern und Fachleuten, die im Fort Worth Basin in Texas leben und arbeiten. Laut Autor habe die Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten in den vergangenen zehn Jahren rund 65 Milliarden US-Dollar Einnahmen generiert und zudem 300.000 Arbeitsplätze in Nord-Texas geschaffen. Der Redakteur macht deutlich, dass die Schiefergasförderung von einer Mehrheit der Menschen vor Ort, von denen viele ihr Land an Öl- und Gasunternehmen verpachten, unterstützt wird.

Hinsichtlich ökologischer Bedenken in Zusammenhang mit den Fördermethoden schreibt die Zeitung, dass die Vereinigten Staaten sowohl auf Bundes- als auch auf Gemeindeebene strengere Regeln verabschiedet hätten. Zudem zielten viele Bemühungen der Behörden auf eine weitere Erforschung und Entwicklung der Fördermethoden ab.

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