Sicherheit von Mensch und Umwelt bei unkonventioneller Gasförderung

Die Sicherheit von Mensch, Umfeld und Umwelt hat oberste Priorität für alle Unternehmen und Behörden, die sich verantwortungsvoll mit der Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten beschäftigen. Neueste technologische Entwicklungen haben die Förderung von unkonventionellem Erdgas nicht nur wirtschaftlich gemacht, sondern auch sicherer und effizienter.

Wer in Deutschland nach Erdgas suchen will, benötigt zunächst eine bergrechtliche Erlaubnis. Diese Erlaubnis wird von der zuständigen Bergbehörde nur erteilt, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Erlaubnis berechtigt und verpflichtet zu bestimmten Untersuchungsmaßnahmen, z.B. Kernbohrungen. Für jeden Aufsuchungs- und Gewinnungsbetrieb ist separat die Zulassung eines Betriebsplans zu beantragen. Auch hierüber entscheiden die zuständigen Bergbehörden. Es werden darüber hinaus auch Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) durchgeführt, um potenzielle Gefahren und Risiken zu identifizieren.

Im Laufe eines typischen Projekts zur Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten ist das Bohren mit einer Dauer zwischen 4-6 Wochen der arbeitsintensivste Vorgang. In dieser Phase gibt es einen regen LKW-Verkehr zum und vom Bohrplatz. Mit Hilfe der Bohranlage werden die Bohrungen erstellt, die sich bis mehr als 4.000 Meter unter die Erdoberfläche erstrecken können.

Das Fracing dauert normalerweise nur wenige Tage. Für den Prozess selbst benötigt man in der Regel nur maximal 2 Stunden. Sobald das Bohren und das Fracing jedoch beendet sind und das Erdgas durch das Bohrloch fließt, entsteht kaum noch oder sogar gar kein Lärm mehr an der Produktionsanlage. Daran ändert sich während der gesamten Nutzungsdauer von normalerweise 20 bis 30 Jahren nichts mehr.

Durch die Technologie der Horizontalbohrung ist es möglich, an einer Bohrlokation mehrere Produktionsbohrungen anzuschließen. Diese Bohrungen können dann Lagerstätten erreichen, die tausende Meter vom Bohrplatz entfernt liegen. Vorteil dieser Mehrfachbohrplätze ist, dass nicht diverse einzelne Bohrlöcher über die Aufsuchungsfläche verstreut gebohrt werden müssen und dadurch der Einfluss auf das Landschaftsbild erheblich verringert werden kann.

Alle Erkundungs- und Förderaktivitäten basieren auf eindeutigen und geprüften Methoden und Standards und garantieren so einen sicheren und ökologisch verantwortungsvollen Förderungsprozess. Die Methoden entsprechen allen relevanten europäischen, nationalen und lokalen Bestimmungen.

Relevante europäische Richtlinien