Nachhaltigkeit der unkonventionellen Gasförderung in Europa

Schutz der Anwohner

Um Störungen durch den LKW-Verkehr so weit wie möglich zu vermeiden, werden Ausrüstung und Flüssigkeit für das Hydraulic Fracturing im Laufe des Tages außerhalb der Hauptverkehrszeiten angeliefert. Obwohl der Geräuschpegel an den jeweiligen Bohrplätzen unter den zulässigen Höchstwerten liegt, werden in vereinzelten Fällen dennoch Lärmschutzvorrichtungen errichtet, um die Lautstärke noch weiter zu reduzieren. Sobald an einer unkonventionellen Erdgasquelle der Produktionsvorgang läuft, ist dieser leise.

Schutz des Grundwassers

Vom Hydraulic Fracturing geht keine Gefährdung des Trinkwassers aus, weil diese Methode weit unterhalb der tiefst möglichen Trinkwasserschichten angewendet wird.

Durch die Undurchlässigkeit der Gesteinsschichten, welche das Gas umschließen und in manchen Fällen beinhalten, kann das Erdgas nicht entweichen. Deswegen sind Bohrungen und Hydraulic Fracturing notwendig, um an das Erdgas zu gelangen. Die natürliche vertikale Barriere zwischen Erdgaslagerstätten und dem Trinkwasser besteht aus einigen hundert bis zu einigen tausend Metern undurchlässigen Gesteins. Zusätzlich zu diesen natürlichen Barrieren wird zum Schutz des Trinkwassers das Bohrloch in unterschiedlichen Abschnitten mit einzementierten Stahlrohren gegenüber den Gesteinsformationen abgedichtet und die Zementation vor der hydraulischen Behandlung auf ihre Dichtigkeit getestet. Wird das Bohrloch eines Tages stillgelegt, so wird das gesamte Loch mit Zement aufgefüllt und direkt unter der Oberfläche so abgedichtet, dass die Erde und die grundwasserführenden Schichten dauerhaft geschützt bleiben.

Tatsächlich hat es einige wenige Zwischenfälle gegeben, bei denen Fracturing-Flüssigkeit und Lagerstättenwasser an der Oberfläche ins Erdreich gelangt sind. Diese Vorfälle sind jedoch nicht auf das Fracing selbst, sondern auf Begebenheiten am Bohrloch zurückzuführen. Obwohl das Ausmaß dieser Vorfälle minimal ist, sind diese dennoch bedauerlich, da sie sich durch umsichtige Planung und hohe Arbeitsstandards leicht vermeiden lassen.

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Protecting the landscapeDie Landschaft schützen

Erdgaslagerstätten liegen manchmal in kleinen, isolierten Zonen einige Meter voneinander entfernt. Um diese zu erschließen, wird während der Bohrungsphase zuerst vertikal in bis zu mehr als 4 Kilometer Tiefe gebohrt. Anschließend können gegebenenfalls diverse horizontale Abzweigungen gebohrt werden, um an verschiedene Erdgaslagerstätten zu gelangen. Dadurch, dass mit Hilfe eines einzigen Bohrlochs mehrere Lagerstätten erschlossen werden können, sind unkonventionelle Erdgasförderplätze sehr klein.

Während des gesamten Zyklus einer unkonventionellen Erdgasförderstätte – von der Erkundung bis zur Stilllegung – wird äußerste Sorgfalt darauf verwandt, die Umwelt zu schützen und Störungen der Anwohner so gering wie möglich ausfallen zu lassen.